Schimmelpilze

Schimmelpilze

 In den letzten Jahren hat das Problem der Belastung von Innenräumen mit biologischen Schadstoffen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Gründe für die verstärkte Thematisierung sind: die allgemein zu beobachtende Zunahme von Allergien und Atemwegserkrankungen sowie die seit der “Ölkrise” in den 70er-Jahren angewandten neuen, energiesparenden Bautechniken.

Durch verstärkte Dämmungsmaßnahmen, ungenügende Rohbautrocknung, durch Wärmebrücken, feuchte Wände sowie geringe Luftzirkulation wird das Wachstum von Schimmelpilzen gefördert.

Schimmelpilze und ihre Sporen können bereits in geringen Mengen Allergien auslösen (z.B. Schimmelpilzasthma), sie können Toxine (Gifte) bilden und zu chronischer Müdigkeit, Abgeschlagenheit, aber auch Tumorerkrankungen führen sowie bei abwehrgeschwächten Menschen Infektionen hervorrufen.

Der Baubiologe untersucht bei Verdacht auf Schimmelpilzbildung den Feuchtegehalt und die Temperatur von Wänden (außen und innen), Böden und Decken und deckt Schwachpunkte wie Wärmebrücken und andere Baumängel auf. Gegebenenfalls werden Proben von befallenen Materialien in spezielle Umweltlabors eingeschickt, um den Schimmelpilz  genau zu klassifizieren. Bei nicht sichtbarem Schimmelpilzbefall kann es notwendig sein, eine über mehrere Stunden gewonnene, mit Raumluft “beimpfte” Probe zu gewinnen und einzusenden.

Was kann man selbst gegen die Entstehung von Schimmelpilzen tun?

  • Einrichtungen mit glatten Oberflächen wie Massivholz, keinen Teppichboden.
  • Die Schränke mindestens 5 cm von der Wand abrücken.
  • Wenig Pflanzen in Wohnräumen, in Schlafzimmern gar keine!
  • Nach dem Duschen/Kochen kurz “stoßlüften”, das heißt mehrere Minuten bei geöffnetem Fenster querlüften.
  • Mehrmals täglich einige Minuten querlüften, Fenster auf “Kippe” gestellt reicht keinesfalls aus, um die Raumluft auszutauschen.
  • Ausreichend heizen.